Archiv für November 2012

Basch #23 ab Samstag!


Diesmal im Heft:

- Duisburg home
- Braunschweig away
- Do You Football
- 10 Jahre USP: 2006

Sowie einen Bericht zur Silvio Meier-Demo in Berlin und natürlich die classics wie Vorwort und Comic.

Heinz Klett zur JHV

Anführer Heinz Klett skizziert nochmal charmant die Strategie für die kommende JHV am Montag.

Archiv: Basch #22 – Vorwort

Hallo St. Pauli-Fans!

So ganz haben wir den Sprung ins Mittelfeld der Tabelle leider noch nicht geschafft. Klar, beim Tabellenzweiten Hertha kann man am Montagabend verlieren, aber der Punkt in Berlin war greifbar. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Auch beim letzten Heimspiel gegen Bochum war im Grunde mehr drin, aber offenbar reicht es momentan einfach nicht dazu. Existenziell ist das alles derzeit nicht, aber wenn die nächsten beiden Spiele gegen den Konkurrenten Duisburg und beim Tabellenführer Braunschweig verloren gehen, dann wird’s doch wieder enger, als uns allen lieb ist.

Aber auch der ganze restliche Zirkus geht weiter. Die Diskussion rund um die ganze Sicherheitsscheiße und auch um die Rolle unserer “Offiziellen” geht in die nächste Runde.

Gernot Stenger wurde von verschiedener Seite angeschossen und auch an dieser Stelle wurde ihm nahegelegt, seinen aktuellen Job an jemanden zu übergeben, der ihn besser erledigen kann und sich, aus meiner Sicht gegebenfalls auch weiter in präsidialem Umfeld, mit Dingen zu beschäftigen, die ihm mehr liegen. Offenbar sieht er das aber anders. Seine Reaktion auf die Kritik ist bisher erschreckend schwach und lässt nicht erkennen, dass er an der Lösung des Problems teilhaben will. So versuchte er jüngst, einige wenige der gegen ihn vorgebrachten Punkte zu entkräften – in einem Schreiben, dass jegliche Empathie vermissen lässt und sich liest, als hätte es irgendein Rechtsanwaltsgehilfe für ihn verfasst. Die Spatzen pfeifen von St. Paulis Dächern, dass die gegen ihn erhobenen Vorwürfe (vor allem der, die Fanvertreter angelogen zu haben), allesamt bewiesen werden könnten, wenn es hart auf hart kommt. (mehr…)

Archiv: Basch #22 – Kommentar: Neues Maßnahmenpaket und die Pyrotechnik

Sie lernen es einfach nicht. Langsam muss man den Eindruck gewinnen, bei der DFL und beim DFB sei nur ein aufgeschreckter Hühnerhaufen von völligen Dilettanten mit der Aufgabe betraut worden, sich mal mit dem Thema “Sicherheit” zu beschäftigen.

Erst stand nach harscher Intervention zur Diskussion, nicht mehr über den gesamten Katalog abzustimmen, sondern hochgradig über die Summe seiner Teile. Für wie blöd halten die die Menschen eigentlich? Dass dabei auf das Instrument Vollkörperkontrollen verzichtet wird, zeigt allzu deutlich, dass sie sich die fundamentale Kritik vieler Fans, Institutionen und Vereine nicht zu Herzen genommen haben, sondern lediglich einzelne Dinge, die stark in die Öffentlichkeit drangen, zu Gunsten einer suggerierten “Dialogbereitschaft” opfern. Jetzt wird handzahm von Kommunikation geschwafelt und offenkundig wird doch nur eins: Erbärmliche Hilflosigkeit und der ständige Verweis darauf, dass man es ja gut meine und im Zweifelsfall der Staat das Heft des Handelns in die Hand nähme.

Die Autorenschaft hat ihren kodifizierten Schwachsinn um die Ohren gehauen bekommen und irrt jetzt weiter durch den weiten Wald der “Sicherheit”. Dass sie dabei gedanklich keinen Schritt weiter gekommen ist, zeigt sich bereits beim ersten Lesen des neuen Fahrplans: “Die Verurteilung von Pyro-Technik, Rassismus, politischem Extremismus und Gewalt bliebt weiter festgeschrieben.” Wie kann man eigentlich so doof sein? (mehr…)

Archiv: Basch #22 – Gastkommentar: USP statt GDP!

USP statt GDP!

Die Folgen mangelnder Öffentlichkeitsarbeit

Aktive Fußballfans bzw. Ultras brauchen ganz dringend eine neue Public-Relation-Strategie. Die Notwendigkeit dafür wurde in den letzten Monaten mehr als deutlich.

Gänzlich neu ist der Gedanke gewiss nicht. Doch erst jetzt wird einem deutlich vor Augen geführt, wohin eine ungenügende Öffentlichkeitsarbeit am Ende führt. Nämlich zu immer schlimmerer Repression, Polizeigewalt, Schikanen, Verbote. Und die Herren DFB/DFL-Funktionäre haben mit dem „Sicherheits“-Papier bereits die nächste Eskalationsstufe in der Pipeline.

Ursache und Ursprung des Übels sind reißerisch berichtende Medien und damit Journalisten, die fast ausschließlich die Sicht von Funktionären und Polizei darstellen. Die Mechanismen, warum das so ist, wurden im Artikel „No hope for glory“ des Magazins „Transparent“ (Nr. 2) sehr anschaulich geschildert und soll an dieser Stelle deshalb nicht weiter ausgeführt werden. Auch hier sieht der Autor die dringende Notwendigkeit für Ultra-Gruppen professionelle Pressearbeit zu machen. Sven Brux schlug auf dem Fangipfel in Berlin in die gleiche Kerbe: “Macht mehr Öffentlichkeitsarbeit. Ich kann die Rainer Wendts echt nicht mehr sehen. Wenn die ihre Polemik ungestraft auf die Bildschirme bringen dürfen, dann müssen wir auch hin.” (mehr…)

Ab Sonntag, Basch #22 kaufen!

Diesmal haben wir für euch folgendes in der Wundertüte:

- Bochum home
- Berlin away
- Kommentar zum Maßnahmenkatalog
- Gastbeitrag zu den Folgen mangelnder Öffentlichkeitsarbeit

Sowie zweierlei Spielberichte der Partie Viktoria Plzen – Hapoel Tel Aviv, eine neue Serie über vegetarisches Essen bei Auswärtsspielen und natürlich die classics wie Vorwort, Filmrezension & Comic.
Mehr Infos zum Heft und aus der braun-weißen Welt findet ihr auf basch-fanzine.de

Fanzines am USP-Stand

Beim Spiel gegen Duisburg bekommt ihr am USP-Stand neben Premiumshirts auch zwei weitere Fanzines. Einmal die zweite Ausgabe des „45 Grad – Kurvenheft“…

…und die #3 (und ein paar Reste von #1 und #2) des „The Thunder.

Basch-Verkauf in Berlin!

Um und im Olympiastadion könnt ihr die Basch erwerben, die #19, #20 und #21 gibt es im Paket!

Dieses Wochenende

Alles zum Samstag in Mölln findet ihr hier:

Am Freitag schon veranstalten Punkrock St. Pauli & Erweitertes Wohnzimmer eine Show im Centro.

Archiv: Basch #21 – Vorwort

Hallo St. Pauli-Fans,

In der letzten Saison schrieb ich im Rahmen der History-Book-Kolumne über den VfL Bochum: “Ich weiß, für euch ist es der Inbegriff des Proll-Asitums, doch für mich hat es immer auch etwas Herzliches und Sympathisch-Unkonventionelles, ja gar Skurriles gehabt.” Zumindest ich bringe den heutigen Gästen also eine gewisse Sympathie entgegen. Erinnert sich eigentlich noch jemand an den “BO-City” Schriftzug, der über viele Jahre am Telekom-Gebäude am Südkurvenvorplatz zu sehen war?

Montagabend also. Schon wieder schlägt die Schweinebande von Sport 1 zu und drangsaliert Heim- wie Gästefans mit ihren Anstoßzeiten. Auch heute wird es dazu natürlich wieder den ein oder anderen Kommentar auf den Rängen geben. Wobei man im Grunde attestieren muss, dass der Protest gegen fan-feindliche Anstoßzeiten generell eingeschlafen ist. Wahrscheinlich sind wir einfach zu zermürbt von der Entwicklung, denn der Spirit der Proteste, den es damals bei Einführung der Montagsspiele und der heißen Phase der Diskussion darüber noch gab, der ist verflogen. Hinzu kommt sicherlich, dass die Montagsspiele damals als wesentliche Bedrohung empfunden worden sind, im Laufe der Jahre und heute wieder sehr aktuell jedoch viel größere Bedrohungen vor uns stehen, die viel weitreichender als die Terminierungen sind. Zwar sind sie in jedem Fall ein Teil des Problems, aber eben einer, das uns nicht elementar bedroht. Außerdem, auch so selbstkritisch muss man sein, haben wir und die gesamte betroffene Fanlandschaft es in den letzten Jahren nicht geschafft, wirksamen Protest zu organisieren. Es darf kein Frieden mit den Montagsspielen geben, aber um da wieder aktiv zu werden, bedarf es zu aller erst mal einer Strategie – und die müssen wir entwickeln, im Idealfall in größeren Zusammenhängen. (mehr…)