Archiv: Basch #15 – Interview Transparent

„Football, Culture and Politics“ – ja, mag ich alles. Genau diese drei Schlagwörter fallen einem bei der Ankündigung eines neuen überregionalen Magazins über Fußball und Fankultur mit deutlichem Ultrà-Einschlag ins Auge, das auf den Namen „Transparent“ hört. Laut Buschfunk mit einer deutlichen politischen Schlagseite in die richtige Richtung, wovon man sich in der jüngst erschienenen Erstausgabe überzeugen kann. Hier stolpert man auch über Fotos und einen Artikel aus der Kamera bzw. Feder von Südkurven-Stammgästen, aber auch über altbekannten Namen wie Gerd Dembowski oder „Endi“ Endemann. Grund genug, die Chefredaktion in die Mangel zu nehmen, um mehr über das Zine zu erfahren.

Basch: Ich bin Fan von St.Pauli, stehe in der Südkurve und bin politisch interessiert. Ich lese viel über Fußball, Blogs, Magazine, und über Politik weiß ich auch Bescheid. Warum sollte ich also noch ein weiteres Heft kaufen? Reicht das Angebot denn nicht schon aus? Wäre es nicht Eulen nach Athen tragen, wenn ich Menschen aus der St.Pauli-Fanszene euer Heft anpreisen würde?

Das Transparent-Magazin schließt eine Lücke, die auf dem hiesigen Fanzine/Fankultur-Markt vorhanden ist. Auf der einen Seite stehen Magazine, die zum Beispiel über Frisuren von Fußballspielern berichten und ihren Schwerpunkt auf die Fußballkultur legen, auf der anderen Seite Ultrà-Magazine, bei denen es dann ausschließlich um spezifische Ultrà-Themen geht.
Das Transparent-Magazin bietet hingegen einfach eine Mischung aus Themen rund um die Fußball- und Fankultur mit politischem Anspruch, der sich auch durch alle Themen durchzieht. Das Magazin bietet so eine Bandbreite von Themen, bei denen wir Bedarf gesehen haben, eine Lücke zu schließen. Die Auswahl der Themen sowie die Art der Texte bilden eine neue Herangehensweise an Fußball und Fankultur und sind somit sicher auch für Ultras und Fans interessant, die regelmäßig in den unterschiedlichen Magazinen oder Blogs lesen.

Basch: Jetzt habt ihr die Ultrà-Szene als eine Zielgruppe angesprochen. Ich halte ja große Teile der Fans, die sich in Deutschland Ultras nennen, für eine Modeerscheinung, die nicht die eigentlichen Ideale leben. Wie lässt sich das mit eurem Anspruch verbinden, dass ihr über etwas berichtet und auf etwas abzielt, das sich in großen Teilen nicht ansatzweise emanzipatorisch präsentiert?
Es ist klar, dass das Transparent-Magazin ein Nischenheft ist. Es hat nicht das Ziel, es allen Leuten Recht zu machen oder für irgendetwas zu sprechen. Wir versuchen stattdessen eher eine objektivere Sicht auf die Fankultur zu gewinnen und darzustellen, was es für unterschiedliche Facetten gibt, die unglaublich vielseitig sind. Unser Ziel ist es dabei auch aufzuzeigen, was es Positives und Negatives gibt und dabei durchaus kritisch zu sein.

Basch: Also ist jemand, der sich vielleicht Ultrà nennt, aber die ganze Zeit Scheiße baut, gar nicht eure Zielgruppe?

Die Personen, die Du ansprichst können ja vielleicht auch etwas aus diesem Magazin mitnehmen und bekommen möglicherweise dadurch Denkanstöße. Das ist jetzt auch kein Heft für die Aufgeklärtesten der Aufgeklärten, es stellt halt objektiv die Tatsachen dar und wir hoffen, dass die Leute im Magazin etwas finden, dass sie interessiert und bei dem sie vielleicht auch nochmal etwas neues entdecken.

Basch: Jetzt haben wir Ultras schon als Zielgruppe genannt. Was sind noch eure Zielgruppen?
Über die Ultras hinaus alle, die ins Stadion gehen oder Interesse an Fankultur haben, selbst wenn sie nicht ins Stadion gehen, sich aber für Fußball und Fankultur begeistern. Hauptsächlich richtet sich unser Magazin aber natürlich gerade an die Leute, die Fankultur mitgestalten. Ich hoffe, dass diese das Heft als Gewinn ansehen und auch etwas mitnehmen können. Wenn diese Menschen sagen: „Manches find‘ ich gut, aber manches schockiert mich“ oder vielleicht auch der Aufschrei kommt: „Wie können die das schreiben?“, dann fände ich das auch interessant.

Basch: Wie ist denn eure Auflage im Vergleich zu anderen Magazinen, die ähnliche Themen von welcher Seite auch immer behandeln und wie oft wird euer Heft erscheinen?
Unsere Auflage liegt am Anfang bei 3.000 Magazinen. Dabei soll das Transparent-Magazin alle 3-4 Monate erscheinen. Die nächste Ausgabe erscheint im August, Ende des Jahres folgt dann noch einmal eine. Ab nächstem Jahr wird das Magazin dann vier Mal jährlich herausgegeben und auch über ein Abo verfügen.

Basch: Wie finanziert ihr das Magazin? Ist alles DIY oder gibt es noch andere Geldquellen?

In unserem Magazin ist Werbung drin. Dabei ist es aber so, dass die Werbung in dieser Ausgabe thematisch-inhaltlich sehr gut zum Inhalt passt. Zudem sind von den 68 Seiten lediglich 3 Seiten Werbung. Das ist uns auch sehr wichtig. Wir könnten uns schon noch ein bis zwei Seiten mehr vorstellen, aber dann wäre für uns auch eine Grenze erreicht. Das Heft steht wirklich für Fotos, Inhalt und ein gutes Layout und nicht für viel kommerzielle Werbung. Ohne die Werbeanzeigen die wir haben, wäre das Magazin aber auch nicht in dieser Qualität zu finanzieren gewesen.

Basch: Aber letztlich steht kein Verlag dahinter oder ähnliches?

Wir haben extra für dieses Magazin einen eigenen kleinen Verlag gegründet.

Basch: Es ist ja ein offenes Geheimnis, dass ihr einen Ultrà-Hintergrund habt. Könnt ihr es mit euch vereinbaren, euer Wissen aus dem Inneren von Ultrà-Gruppen zu vermarkten und aus der Fankultur kommerziellen Nutzen zu ziehen? Und wie?

Die Frage ist eigentlich, inwieweit das Magazin eigentlich ein kommerzielles Produkt ist. Das ist für uns im Moment noch gar nicht absehbar. Es kann auch genauso gut sein, dass wir eher ein Minus machen. Es geht vor allem darum, das Ganze professionell aufzuziehen, mit Verlag und entsprechender rechtlicher Absicherung. Wenn dann eine Aufwandsentschädigung dabei heraus kommt, bin ich sehr froh, weil unglaublich viel Arbeit in dem Projekt steckt. Es wird aber definitiv kein Betrag sein, von dem man später sagen kann, dass es ein halbwegs korrekter Stundenlohn ist, und es wird auch nichts sein, von dem wir leben können. Es ist halt doch einfach ein Nischenprojekt. Der kommerzielle Aspekt steht daher alles andere als im Vordergrund. Wir vermarkten auch kein Insiderwissen aus einzelnen Ultrà-Gruppen. Ich persönlich nutze beispielsweise eher mein „Insiderwissen“, um damit etwas Gewinnbringendes zu tun. Nicht im Sinne von Geld, sondern im Sinne von Idealismus. Dabei lassen wir aber natürlich auch journalistische ethische Grundsätze nicht außen vor, autorisieren alle Interviews und schützen – gegebenenfalls – unsere Gesprächspartner, in dem wir ihre Namen ändern. Wir nehmen diese Ethik sehr ernst und machen dadurch ernsthaften Journalismus auf dem Gebiet der Fankultur. Ich denke da z.B. an die Lesereise von Ronny Blaschke, der gesagt hat: „Warum gehen die Ultrà-Gruppen eigentlich nicht mal mehr zu den Medien und öffnen sich ein bisschen?“ Ich kann nachvollziehen, dass Ultras mit vielen Pressevertretern nicht reden wollen. Deshalb machen wir es einfach selber, arbeiten mit anderen guten Journalisten zusammen und starten ein eigenes Projekt auf diesem Gebiet
.
Basch: Ihr schreibt in eurer Philosophie, dass Spieler, Funktionäre und Journalisten zu Wort kämen. Gerade diese drei Gruppen werden in der Berichterstattung über Fußball ja nun so gar nicht vernachlässigt. Welchen Mehrwert haben diese Menschen für ein Magazin, das sich mit Fußball & Fankultur beschäftigt?
Direktes Beispiel aus der Erstausgabe: Für das Spielerinterview haben wir uns für Sebastian Prödl entschieden. Hier haben wir die Fragen recht spezifisch an unserem Schwerpunktthema „Derby“ ausgerichtet und ihm nach seinen Erfahrungen von Derbys in Graz und Bremen gefragt. Da antwortet er auch, wie er als Kind zum ersten Mal ins Stadion gegangen ist und erzählt, wie er als Spieler die Stimmung im Verein und der Fanszene wahrgenommen hat sowie welche Bedeutung Derbys für ihn haben. Wenn wir also ein Schwerpunktthema haben, geht es uns nicht nur darum, die Sicht von Ultras und Fans darzulegen, sondern auch von Spielern, Funktionären und eben allen, die daran beteiligt sind. Wir wollen es nicht bei der einseitigen Betrachtungsweise belassen. Genau das ist dann eben auch unser Grundsatz, die Themen objektiv darzustellen – dafür reicht es unserer Meinung nach nicht aus, ausschließlich mit Fans und Ultras zu sprechen.

Basch: Weiter heißt es in der Philosophie: „Besonders nahe wollen wir dabei aber den Protagonisten der Fankurven sein, den Fans und Ultras. Sie sorgen für das Leben in und um die Stadien. Dabei gibt es positive und negative Aspekte, die wir aufzeigen und kritisch hinterfragen möchten.“ Was sind für euch die positiven und negativen Aspekte in den heutigen Kurven, welche Aspekte hinterfragt ihr und wie bringt ihr das in dem Heft unter?
Positive Aspekte werden in dieser Ausgabe z.B. in unserer Rubrik „Aus der Kurve“ auf der Kurzmitteilungsdoppelseite am Anfang des Heftes dargestellt, in der wir dieses Mal ein Spruchband aus Osnabrück thematisieren, welches sich gegen einen Naziübergriff in der eigenen Fankurve richtet. Hier hat sich die Ultrà-Gruppe eindeutig positioniert. Ein weiterer positiver Aspekt dieser Fankultur ist z.B. die Aktion „Fußballfans gegen Homophobie“, die ausführlich in dem Heft behandelt wird. Diese zeigt dann zugleich eben auch die negativen Aspekte auf, indem sich hier auch mit einer Zaunfahne der Ultras Wuppertal beschäftigt wird und es damit einhergehend um Homophobie aus Fankurven und Diskriminierung von Schwulen selber geht.

Basch: Es gibt ja durchaus Kurven, die nach außen hin emanzipatorisch wirken, aber de facto ganz anders handeln. Wäre es da nicht, um wirklich was Neues zu machen, eine Aufgabe für euch, durch einen kleinen Text zu den Aktionen, die gezeigt werden, auch die negativen Aspekte aus diesen Kurven aufzuzeigen?
Du spielst auf die Rubrik „Aus der Kurve“ an, in der wir erwähnenswerte Transparente vorstellen. Es ist jedoch nicht unser Ziel, hier nur positive Aspekte und Transparente vorzustellen – auch wenn es in der Erstausgabe nun genauso der Fall ist. Es ist auf jeden Fall möglich, dass hier auch für uns negative Transparente oder Ereignisse aus den Kurven vorgestellt werden. In der Zukunft werden sich hier positive und negative Ereignisse abwechseln. Im weiteren Verlauf des Magazins nehmen wir weitere solche Themen wie von Dir angesprochen mit auf – das haben wir zum Beispiel in der Erstausgabe in dem Artikel „Muss ich meinen Gegner wirklich hassen?“, in dem drei Bremer Ultras über ihre Gedanken und Einstellungen zu Rivalität, Hass und Gewalt beim Derby gegen den HSV sprechen und wo es dann um genau solche Kontroversen geht. „Tod und Hass“ zu singen, ist das in Ordnung? Kann ich jemanden aufs Maul hauen, nur weil er einen blau-weißen Schal trägt und ich auf der grün-weißen Seite stehe?

Basch: Welche Rubriken gibt es in eurem Magazin? Was wird in den nächsten Ausgaben bleiben, was sich unterscheiden?
Eine Rubrik sind die Kurzmitteilungen am Beginn des Magazins, darunter z.B. „Aus der Kurve“. Dann haben wir die Rubrik „Was macht eigentlich…?“, in der wir für unsere Erstausgabe ein ausführliches Interview mit Ansgar Brinkmann geführt haben. Außerdem gibt es den Kulturteil, für den wir in der Erstausgabe die Band „Feine Sahne Fischfilet“ anhand eines Konzertberichts und eines Interviews vorstellen. Es gibt auch noch die Kolumne von verbrochenes.net und wir haben in jeder Ausgabe eine Fotostrecke drin, z.B. jetzt den Abriss vom Aachener Tivoli. Zu guter Letzt gibt es auch noch die „Unterwegs“-Rubrik, in der Hopping-Erlebnisse niedergeschrieben werden. Einen festen Rahmen bekommt das Magazin durch den Schwerpunkt jeder Ausgabe, der einen wichtigen Teil einnimmt – dazu gibt es natürlich auch immer noch ein paar weitere Themen, wie jetzt z.B. Geisterspiele, Fussballfans gegen Homophobie und den Fankongress.

Basch: Ihr werbt ja mit dem Slogan „Football, Culture & Politics“. Wie wichtig ist Politik für euer Heft? Es gibt in der ersten Ausgabe ja keinen Artikel der sich ganz explizit mit politischem Geschehen auseinandersetzt? Wie verortet ihr euer Heft, welche politischen Grundpfeiler gibt es?
Uns ist bewusst, dass Fußball auch politisch ist, immer politisch ist und dass Fußball nicht unpolitisch sein kann. Dementsprechend zieht Politik sich durch das komplette Magazin. Ich mache das gerne fest am Beispiel „Geisterspiele“. Hier behandeln wir das Thema Kollektivstrafen und die Frage danach, ob es okay ist, wegen eines Becherwurfs ein ganzes Stadion leer zu lassen. Es geht also um den Aspekt der Sicherheitspolitik. Dann gibt es noch den begleitenden Artikel dazu: „Schöner Strafen mit Frauen“, wo es dann um die gleiche Praxis des Bestrafens geht – nur mit dem Unterschied, dass Frauen und Kinder von der Strafe ausgenommen sind. Somit haben wir da schon mal verschiedene Aspekte von Politik mit drin: Fan-, Sicherheits- und Geschlechterpolitik. Ein wichtiger Aspekt des Magazins sind dann auch noch Antidiskriminierungsthemen, die z.B. im Artikel über die Aktion „Fußballfans gegen Homophobie“ behandelt werden.

Basch: Wäre es denn denkbar, linke Themen auch abseits von Fußball zu behandeln? Oder braucht ihr diesen Anker Fußball?

Diesen Anker setzen wir bei den Artikeln schon voraus. Es wird bei uns auch keine Artikel geben, die sich mit politischen Aktionen abseits des Fußballs beschäftigen, die sich mit Demos oder Blockaden auseinandersetzen, da das dann eigentlich weg vom Kern des Heftes führen würde. Ich könnte mir jedoch gut vorstellen, dass linke Theorien ins Magazin einfließen; hierbei könnte ich mir z.B. vorstellen, sich mit der Kritik an den Vereinsübernahmen durch „Red Bull“ zu beschäftigen. Was ist eigentlich „moderner Fußball? Was bedeutet eigentlich eine Übernahme durch Investoren, was die 50+1 Regel – ist die Kritik daran verkürzte Kapitalismuskritik? Wie kann der Protest gegen solche Entwicklungen aussehen oder wogegen sollte er sich eigentlich richten? Das wären so Fragen, bei denen linke Theorien eine Rolle spielen würden.

Basch: Ihr habt natürlich jetzt den Stellenwert von Politik erklärt in eurem Magazin, was ja dezidiert links klingt. Wenn ihr dann mal nachgesagt bekommen werdet: „Transparent“ ist ein linkes Magazin. Könntet ihr mit dieser Aussage leben?

Wenn Leute das Magazin als links bezeichnen, dann ist das nachvollziehbar – es sind ja durchaus auch Inhalte mit linkspolitischem Anspruch und Hintergrund zu finden. Wir selber würden uns aber nicht das Label „linkes Magazin“ geben, aber wir gehen durchaus offensiv mit unserem politischen Anspruch rund ums Magazin um.

Basch: Warum thematisiert ihr mit eurem dezidiert linken Anspruch und Hintergrund in eurer Erstausgabe derart breit den Fankongress in Berlin? Gerade dieser ist ja ein Beispiel für die Scheinheiligkeit vieler deutscher Ultragruppen, wenn man etwa hört, was zur Frage der Gewalt untereinander dort besprochen wurde. Der nach außen getragene Anspruch, mit einer Stimme zu sprechen, wurde hier wohl völlig torpediert. Warum bietet ihr diesem Kongress daher eine solche Plattform?
Dem Kongress bieten wir eine solche Plattform, weil wir ihn als wichtiges Ereignis ansehen. Er hat ja schon einen Großteil der Ultrà-Szene bewegt und die Medienresonanz war ebenso sehr krass. Wir haben versucht, aus verschiedenen Blickwinkel draufzugucken; Es gibt einen Artikel, der die Atmosphäre vor Ort und die Wirkung des Kongresses in der Öffentlichkeit widergibt. Hier erachten wir insbesondere die Berichterstattung der Medien für erwähnens- und beachtenswert. Ultras zur besten Sendezeit eine ganze Stunde im ZDF-Sportstudio war halt schon eine neue Dimension. Dann haben wir ein Interview mit einem der Organisatoren geführt, in dem wir auch die Gelegenheit genutzt haben, mal kritisch nachzufragen. Das Thema wird außerdem noch von einem Kommentar und verschiedenen Pressezitaten abgerundet.

Basch: Euer Titelthema „Derby“ ist per se immer interessant, wurde aber bereits von verschiedensten Magazinen betrachtet. Wie bereitet man dieses Thema von links auf? Kommt etwa der Widerspruch Lokalpatriotismus und emanzipatorisches Verständnis zu Wort?
Also wir bereiten das Thema ja nicht unbedingt aus einem linken Blickwinkel auf, sondern versuchen möglichst objektiv Punkte darzustellen, die natürlich auch das Themenfeld „Lokalpatriotismus“ ansprechen. In unserem Schwerpunkt gibt es einen allgemeineren Artikel, der das Thema Derby am Beispiel Köln-Düsseldorf behandelt, in dem zudem auch auf die historische Bedeutung von Derbys eingegangen wird. Dafür wurde dann natürlich auch mit Kölner und Düsseldorfer Ultras gesprochen. Zudem gibt es einen Artikel, der die Frage „Muss ich meinen Gegner wirklich hassen?“ behandelt. In diesem geben drei Ultras aus der Bremer Fanszene ihre Reflexionsschritte wieder und machen transparent, wie sie zu dieser Frage stehen, wie sie vor ein paar Jahren dazu standen und was sich bei ihnen persönlich verändert hat. Allein die Frage „Muss ich meinen Gegner hassen?“ ist ja schon eine neue Herangehensweise an diesen Themenaspekt.

Basch: Ihr habt ja eine Bildstrecke vom Abriss des Tivolis drin. Wie wichtig ist die optische Schiene für euch, wird eine Bilderstrecke verstetigt werden? Und warum gerade der Tivoli?

Ja, diese Bilderstrecke wird eine feste Rubrik werden. Es wird in jedem Magazin eine solche Strecke geben. Die Bilder, das gesamte Layout des Heftes sind uns sehr wichtig. Wir haben das Glück, einen Autor in unseren Reihen zu haben, der sich sehr gut mit diesem Stadion auskennt und daran anknüpfend in einem kleinen einleitendem Text in genau die Stimmung reingeht, die am Tivoli geherrscht hat und die ihn ausmachte.

Basch: Aber es ist nicht nur auf Stadien konzentriert, sondern es kann z.B. auch mal Graffiti-Bilder geben oder ähnliches?

Möglich! Alles kann, nichts muss.

Basch: Wo ist euer Heft zu beziehen, speziell auch in Hamburg?

In Hamburg im Fanladen St.Pauli! Ansonsten ist es im Shop unserer Homepage (www.transparent-magazin.de) bestellbar.

Francie Nolan