THW Kiel II – FC St. Pauli 33:26

Spielfreies Wochenende, einige St. Paulianer zog es in den Osten zum Pokalspiel der Babelsberger bei den hässlichen Fratzen von Frankfurt/Oder, unser Auto lenkten wir aber Richtung Norden. Zwei unterklassige Fussballspiele beim Rendsburger TSV und TuS Rotenhof (insgesamt 15 Tore, das geht auch schlechter.) standen auf dem Planungszettel und als Nachschlag der Auftritt der FCSP-Handballherren beim THW Kiel II.


Die Halle in Kiel hatten wir schnell gefunden, 4€ Eintritt galt es zu berappen und so harrten wir der Dinge. Angereist mit den sich aufwärmenden Braun-Weißen waren 60-70 der ca. 100 Anwesenden, die sich auf einer höherliegenden Tribüne niederliessen. Vor dem Spiel eine Ansage und Schweigeminute zum Tode der verunglückten Methe-Zwillinge. Eine eben solche Schweigeminute beendet man übrigens nicht mit einem lässigen „Alles klar!“, lieber, auch ansonsten nervtötender, Hallensprecher.
Auf dem Parkett waren die FCSPler von Anfang an unterlegen, Kiel zog davon, in den braun-weißen Reihen fehlten einige bekannte Gesichter. Den erhofften fulminanten Auswärtssieg beim Letzten zur Distanzierung vom Tabellenkeller konnten wir früh abschreiben, es fehlte auch ein wenig der nach aussen gekehrte Anspruch hier zu gewinnen. Im Angriff wurde viel verworfen und die gehaltenen Bälle der FCSP-Torhüter landeten immer wieder beim Gegner. Es steht 8:4, der Hallensprecher brüllt ein entrücktes „Wo sind die Kieler Fans?!“ in sein Mikro – Schweigen in der Halle. Nach dem 12:7 berappelten sich die St. Paulianer und kämpften sich, von den Rängen angefeuert, auf 15:13 heran, nur um kurz darauf einzubrechen und 5:0 Tore in Folge zu kassieren. Die Kieler Spieler mit den Nummern 2, 23 und 13 waren für die Abwehr kaum zu kontrollieren. Halbzeitstand 20:13.

Nach der Pause haben die Braun-Weissen mit Zweiminutenstrafen, zuvielen Abspielfehlern im Angriff und einem starken Kieler Torwart zu kämpfen. Ab dem Stand von 30:23 gelingt den Kielern für mehr als 5 Minuten kein Tor, aber im Angriff können unsere Oberligisten keinen Kapital aus ihrer stärker werdenden Abwehrarbeit ziehen. Auch wenn es immer wieder zu starken Ballstaffetten und schön herausgespielten Toren kommt, bleibt der Abstand bis zum Abpfiff weitesgehend gleich. Endstand 33:26. Wir sind zügig ins Auto, Meter machen und waren rechtzeitig in HH um den Raval-Abschied zu feiern.
Das nächste Spiel findet bei den Tabellennachbarn aus Hohn statt, immer noch mehr Infos zur Handballabteilung findet ihr auf knickwurf.de.